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Gegenwind in und aus Stemwede

Wir sind der Meinung, wir brauchen keine neuen Riesen-Windräder!

Aktuell: 11.11.2018, 11:11:00

Nanu, Enertrag gibt sich siegessicher?!?

Seltsame Geschehnisse in Stemwede sind im Umfeld der Windparkplanung wirklich nichts Neues...

...so verwundert es uns nicht im Geringsten, dass laut eines, wie immer sehr gut recherchierten Artikels der Lokalredaktion des Westfalenblatts, (Geheim-) Agenten der Enertrag AG versuchen, Grundstückseigentümer in der Babbelage zu scheinbar lukrativen Pachtverträgen hinsichtlich des bereits im Jahr 2016 abgelehnten Windparks (Bild unten↓) zu bewegen.

so könnte der Windpark in der Babbelage aussehen 

Na ja, die Firma Enertrag wiedermal, wirbt jetzt auf alle Fälle nicht mehr mit Glaubwürdigkeit, Planvölle und Wirksamkeit, wie es noch im März dieses Jahres ganz oben auf ihrer Website zu lesen war, sondern freut sich neuerdings offiziell z. B. darüber, als neues Mitglied des Branchennetzwerks Women of Wind Energy Deutschland e.V. (WoWED) Genderbewußtsein zu demonstrieren. Schön und gut, sogar lobenswert den Anteil von Frauen und weiblichen Führungskräften in der Branche der Windenergie im Besonderen und den Erneuerbaren Energien insgesamt deutlich zu erhöhen. Erstaunlicherweise finden wir im Kapitel „UNTERNEHMENSLEITUNG" so auf Anhieb keine Frau, klar, is' halt immer noch Männersache!

Daneben erfahren wir etwas über das großgeschriebene Du in der Unternehmensphilosophie, den Azubitarif in der Kantine und eine Leistungsprämie, die sich Auszubildende und Studenten verdienen können, um sich auf Augenhöhe mit ihren Kollegen zu fühlen. Auch ganz nett von Enertrag, echt jetzt.

An dritter Stelle gibt es dann das berühmte Video - Talk im Turm - mit Jörg, dem Firmengründer, wirklich sehenswert!
In entspannter Atmosphäre wird hier u. A. von den Erfolgen im Sektor Energiespeicherung durch die elektrolytische Wandlung elektrischer Energie in Wasserstoff berichtet, da wird mir ganz warm ums Herz! So kuschelige 5 bis 10€ für die Kilowattstunde, rein für die Speicherung versteht sich, (was ha'm die da überhaupt in den Gläsern?) deren Erzeugung beim Verbraucher im Moment noch mit geradezu lächerlichen anmutenden 5,63 Cent (die ca. 19% des Strompreises ausmachen) zu Buche schlägt, lieber Jörg, das ist wirklich eine tolle Perspektive - kein Wunder, dass es auf der ENERTRAG Windgas-Produktseite noch recht „mau" aussieht!
(Sorry, das ist eines meiner Lieblingsvideos auf YOUTUBE, ich stolpere aber jedes mal über den vollkommen unnötigen „Dreierstecker" in der Steckdose links unten im Bild, also frage ich mich, was soll so eine unschöne „Wandwarze" mit drei Anschlüssen, wenn nur ein Stecker drinsteckt in solch einem tollen Film über Kompetenz bei der Stromerzeugung? Ich persönlich finde Dies höchst irritierend.)

Nun mal Spaß beiseite, allerliebste Enertragler, macht doch mal 'ne professionelle Website, schreibt doch mal Tacheles und nicht solche Rührseligkeiten -

  • schreibt doch mal darüber, wie das geht, klammheimlich und in aggressiver Weise stemweder Flächeneigentümer zur Unterzeichnung von unwiderruflichen Pachtverträgen zu „bewegen" (wobei, nebenbei bemerkt, solche Aktionen, nicht nur mir, sowohl datenschutzrechtlich fragwürdig als auch insofern unterirdisch vorkommen, da dort laut Flächennutzungsplan kein Windpark gebaut werden darf),
  • schreibt doch mal darüber, wie man sich, offensichtlich postfaktisch, die (durch den „Bürger"-Status begünstigten) Zuschläge als Bürgerwindpark letztenendes über zwei Wehdemer Strohmannfirmen erwirkt
  • und nicht zuletzt darüber, wie ein, durch einen demokratisch gewählten Gemeinderat, nach ausgiebigen Diskussionen und Abwägungen erstellter Flächennutzungsplan, mithilfe juristischer Winkelzüge ausgehebelt werden soll, damit Ihr da ein paar Milliönchen rausziehen könnt, obwohl schon eine adäquate Fläche für die Windkraftbebauung im FLNP (ohne Beteiligung der Enertrag) ausgewiesen ist.

Meine Empfehlung an Euch wäre die Gründung eines BauFäNetWrk Germany e.V. (Bauernfängernetzwerk Deutschland e.V.) wo Ihr Euch so richtig austobt (aber so wirklich volles Rohr bzw. volle Turbine die Landbevölkerung verulkt), Euch gegenseitig tolle Geschichten erzählen und Euch selbst und Gleichgesinnte nach Herzenslust beweihräuchern könnt, aber lasst Stemwede und die Babbelage in Ruhe!

Ich wiederhole gerne meinen Tip vom 14. März:

Lieber Jörg, natürlich ist es toll, dass es gilt „möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben".
Besser als das Zurückgeben ist allerdings immer noch: Gar nicht erst was wegnehmen!

Narhallamarsch!


Aktuell: 14.03.2018

Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Die Glaubwürdigkeit in Reinkultur! (Gedanken zu einem Besuch auf der ENERTRAG-Website - von Rainer Wehdebrock )

Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht“.(Johann Wolfgang von Goethe, Schriftsteller 1749-1832) Bild: Wikipedia

ENERTRAG ist glaubwürdig, ENERTRAG ist planvoll, ENERTRAG ist wirksam - so zu lesen ganz vorne auf der Website der Enertrag AG, jenes Unternehmens, das nun doch den „Bürgerwindpark" in der Babbelage mittels einer Normenkontrollklage möglich machen will.

Also glaubwürdig, planvoll und sogar echt wirksam - das sind ja super Infos!
Ob eine Kapitalanleger-Gesellschaft es wirklich nötig hat, damit jetzt unbedingt an exponierter Stelle auf der Website zu werben, darüber bin ich mir allerdings nicht so ganz sicher.  Das versteht sich doch wohl normalerweise, bei einer seriösen Aktiengesellschaft, von selbst - oder etwa nicht?

Interessanter sind da schon die Fakten:
Die Enertrag AG aus 17291 Dauerthal hat 667 Windkraftanlagen, 460 Mitarbeiter und erwirtschaftet 216 Mio Gesamtertrag/Jahr - das sind natürlich, im Vergleich zur Bürgerwindpark Babbelage West UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG bzw. der Bürgerwindpark Babbelage Ost UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (beide aus Stemwede), tatsächlich, die großen Jungs, wie auch immer diese Burschen hierher kommen.

Wenn man dann auf der Enertrag-Website weiter liest, staunt man nicht schlecht darüber, dass diese Kollegen, nach eigenen Worten, ein wesentliches Problem der Energiewende schon 2013, zusammen mit Greenpeace, durch die Grundsteinlegung zur Einspeisung von Windgas ins nationale Energienetz, gelöst haben (wollen).
Allerdings bleibt die Beschreibung des erwähnten Einspeisesystems eher schwammig, es hört sich aber ganz so an, als könne dieses Gas in Flaschen erworben werden, in spezielle Autos getankt bzw. in Biogasheizkraftwerken beigemischt werden...

Wie dem auch sei, das klingt alles recht glaubwürdig, klar, in jedem Fall für die Anleger denen mindestens 4,5% - 5% Rendite aus der EEG-Umlage winken und genau so glaubwürdig wie die (Co2-)Emissions-Erfolge der Energiewende 2.0 - x.y, oder was auch immer noch kommen wird.

Mal im Ernst:

Die heimischen „Bürgerwindpark Babbelage West UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG bzw. der Bürgerwindpark Babbelage Ost UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (beide laut Online-Handelsregister im Juli 2017 gegründet)" erhalten den Zuschlag für einen Bürgerwindpark, mit allen Vorteilen, die ein Bürgerwindpark im Vergleich zu professionellen Investoren hat, und trotz der Ratsentscheidung gegen dieses Gebiet strebt nun die Windmonsterbranche eine Normenkontrollklage gegen die Gemeinde an? Sollen denn die „Heuschrecken"-Investoren, die Bürgerwindpark-Projekte nach eigenen Aussagen „begleiten", wiedermal die Nutznießer der ganzen Aktion sein, in dem sie sich über einen, nach ausgiebigen Diskussionen und sorgfältiger Prüfung erarbeiteten, Beschluss schlicht hinwegsetzen und klagen?

Die Ungewissheit ob man Betroffener einer immer fragwürdigeren und doch ergebnislosen Energiewende ist, die bei den CO2-Emissionen einen kaum messbaren Erfolg zeigt, lässt unsereins letztenendes dann doch an der Glaubwürdigkeit des gesamten Systems zweifeln!

Selbstverständlich wird VETO! sich mit allen Mitteln in gewohnter Form gegen den Windpark wehren und wir hoffen bzw. gehen davon aus, dass die Gerichtsentscheidung bei der mittlerweile erreichten Fragwürdigkeit der sog. Energiewende die Rechtmäßigkeit der Gemeindeentscheidung bestätigt.

Ich als Landwirt kann mit meiner Hofstelle, die seit mehreren hundert Jahren vor Ort steht, nicht wie ein Storch oder ein Rotmilan in andere Gebiete auszuwandern.
Im Zweifel für die Anwohner, und nicht für die begleitenden „Heuschreckeninvestoren" aus Brandenburg!

Zum Schluss noch ein schönes Zitat:
Es gilt, möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben"

Es stammt von Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG und es ist ebenfalls auf der besagten Website zu finden:
Die Teilhabe möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger ist ENERTRAG seit Gründung ein zentrales Anliegen. Es gilt, möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben. Unter Ausschreibungsbedingungen braucht es bundesweit einheitliche Mindeststandards, um die hohe Akzeptanz der Windenergie auch in der Zukunft zu sichern. Nur damit wird die Fortsetzung der Energiewende gelingen."

Auf deutsch übersetzt könnte das auch heißen: „Ihr bekommt die Peanuts, wir bekommen den Rest, und das wird so lange fortgesetzt bis die nächste Spekulationsblase platzt." - muss es aber nicht, ist vermutlich glaubwürdig gemeint, wie schon gesagt.

Mein Tip:

Natürlich ist es schön und gut, dass es gilt „möglichst viel von unserem Erfolg an die Menschen vor Ort zurückzugeben".
Besser als zurückgeben ist allerdings: Gar nicht erst was wegnehmen!

P.S.

Übrigens,
stemweder Bürger können jetzt getrost VETO! unterstützen, die „Heuschrecken" kommen aus Brandenburg und nicht mehr aus der Nachbarschaft oder dem Bekanntenkreis.

Die Schlagschatten großer WK-Anlagen werden von Anwohnern oft als sehr störend empfunden, genauso wie die Schatten- Simulation auf unserer Website etliche User stört.
Im Gegensatz zur echten WKA können Sie den Schattenwurf bei uns jederzeit nachhaltig abschalten. Wählen Sie bitte dazu aus der folgenden Liste den Eintrag „Schatten AUS"!


Noch ist dieses Bild eine Montage!
Veto
blickt bestürzt nach Levern.
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Das sieht nicht gut aus für die Leverner Bürgerinnen und Bürger!

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